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September 2007

04.09.07

Eine neue Partnerin ist auf unserer Seite. Michaela , eine sympatische Studentin die im letzten Monat bei uns zum Seminar war, möchte ihre Tantramassage anbieten. Leben und arbeiten tut Michaela zwischen Marburg und Kassel.

Sie ist, wie all unsere Partner/innen einfach gut. Mit viel Gefühl, eigenem Spass und Freude gibt sie ihrem Gast, männlich oder weiblich, Berührungen und Empfindungen die einfach gut tun.

Alles Liebe - Liebe Alles
Klaus

 

04.09.07 Hinweis

Ab Donnerstag, 06.09.07 um 08:00 Uhr bis Montag, 10.09.07 um 10:00 Uhr bin ich weder telefonisch noch per Email zu erreichen.

Alle eingehenden Emails und Terminanfragen werden ab Montag beantwortet.

Ich werde in der Zeit die angekündigte Meditation machen.

Alles Liebe - Liebe Alles
Klaus

 

01.09.07

Einige/eigene Gedanken und Fragen zu Zuständigkeiten und Verantwortungsgefühl/Verantwortlichkeit von Behörden, Kliniken und amtlich bestellten Betreuern.

Sehr geehrte Damen und Herren,

Vor knapp vier Wochen wird eine Frau, Mutter von 3 Kindern, gewaltsam von der Polizei in die geschlossene Abteilung der Psychiatrie eingeliefert. Den Beamten wird von ihr gesagt, dass Kinder in der Wohnung seien.
Niemand, nicht Polizei oder Klinik, hinterfragen diese Angaben, niemand kümmert sich darum.
Falls die Frau in der Klinik diese Angaben ebenfalls gemacht hat – immerhin ist sie in der geschlossenen Abteilung der Psychiatrischen Klinik – warum werden ihre Angaben nicht hinterfragt? Sie ist geschäftsunfähig, aber in diesem Falle glaubwürdig? Weil es bequemer ist?

Ein Richter bestimmt, wie lange der Aufenthalt in der geschlossenen Abteilung zu dauern hat – bis Ende September. In den zwei Wochen zwischen Einlieferung und voraussichtlichem Ende des Aufenthaltes geschieht GAR NICHTS. Niemand fragt nach den Kindern, versorgt werden sie seit der Zeit der Einlieferung ihrer Mutter von uns. Mit Lebensmitteleinkäufen, mit dem Waschen der Wäsche, mit Hilfeleistungen.

Kurz vor Ende der richterlich beschlossenen Aufenthaltsdauer in der Klinik wird ein Betreuer (Vormund) bestellt. An einem Freitag, 24.8.07. Es geschieht nichts. Auf die Ansage, dass Kinder in der Wohnung seien kommt die Antwort „dafür ist das Jugendamt zuständig“.
Am darauf folgenden Sonntag verlässt die Mutter, die in der geschlossenen Abteilung der Psychiatrie untergebracht ist, die Station und fährt nach Hause. In der Klinik wird das Verschwinden nicht einmal bemerkt!

Am Montag kümmern wir uns beim Jugendamt um einen Termin, so langsam wird es dringend. Der fast 12jährige braucht endlich wieder Struktur in seinem Leben, so kann es nicht weitergehen.
Für den kommenden Montag, 3. September, eine Woche später und vier Wochen (!!!) nach Einlieferung in die Klinik, soll ein Gesprächstermin stattfinden.
Wäre das Kind in der Wohnung nicht 11 Jahre alt, sondern ein Säugling, würde niemand die Familie kennen – das Kind wäre längst verhungert – und keiner war zuständig!

Am Dienstag abend, 21.30 Uhr, stehen beide Kinder bei uns vor der Tür. Sie sind mehr oder weniger „geflüchtet“, weil die Mama angerufen und ihr Kommen angekündigt hatte. Ein Anruf bei der Klinik bestätigt, dass genau diese Person auf der geschlossenen Station fehlt. Immerhin: es wurde bereits bemerkt!!!

Ich höre Berichte von 12jährigen, die monatelang ihre Geschwister versorgen, weil die Mutter nicht zuhause ist. Keiner merkt etwas. Ich höre und sehe Berichte über versäumte Zuständigkeiten und nicht wahrgenommene Verantwortung. Und hinterher sind alle entsetzt, entrüstet, geloben vielleicht sogar Besserung. ES GESCHIEHT ABER NICHTS!
In welcher Welt leben wir eigentlich? Wofür werden Steuern bezahlt, wenn sie dafür genutzt werden, Rasen für Hockeyplätze (sicher auch notwendig!) zu bezahlen – aber persönlich gelagerte Fälle in niemandes Zuständigkeit fallen?
Bisher hatte ich – wohl doch etwas zu blauäugig, - in unser „Sozialsystem“ vertraut und hatte mir nicht allzu viele Gedanken darüber gemacht, dass solche Dinge möglich sein könnten. Heute bin ich fast schon entschlossen, mich mit diesem „Fall“ an Herrn Jauch zu wenden, oder an sonst eine medienerfahrene Person, um die entsprechenden Ämter und Personen mal wachzurütteln. Aber: bringt es auf Dauer etwas? Sogar das bezweifle ich zwischenzeitlich.

Ich bin gespannt auf Ihre Antwort.


Bemerkungen:

Diesen Brief hat Barbara am Donnerstag, den 30.08.07 verschickt an:

Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS)
Wilhelmstraße 49
10117 Berlin

Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW
Fürstenwall 25
40219 Düsseldorf

und per Email an:
Ressort Soziales der Stadt Wuppertal

Am Freitag vormittag rief der Ressortleiter des Jugenamtes an. Wir haben vereinbart, - nachdem ich ihm versichert hatte, dass das Kind auch dieses Wochenende von uns versorgt wird, - das Gespräch erst nach meinem Termin mit dem Bezirkssozialdienst, am Montag, 03.09.07 fortzusetzen.


Dass ich dieses hier veröffentliche hat ja wirklich nichts mit Tantra zu tun, hat aber einen Grund. Es erklärt vielleicht, warum es wieder mal, in den vergangen Wochen, etwas schwierig war, mich zu erreichen, dass Terminzusagen etwas länger dauerten. Es ist aber auch der Versuch, aufzuzeigen, in welchem Zustand sich unsere Gesellschaft zu befinden scheint. Da kommen dann Pressemitteilungen wie "Skandal in Pflegeeinrichtungen" der letzten Tage irgendwie passend.


Alles Liebe - Liebe Alles
Klaus

 

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