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September 2008

16.09.08

Zwanzig Jahre zu spät,

habe ich heute morgen zu Barbara gesagt. Zwanzig Jahre zu spät habe ich sie kennen gelernt. Wie würde ich wohl heute leben, wie würde es mir heute gehen? Seit knapp neun Jahren sind wir nun zusammen. Und immer noch überrascht sie mich regelmäßig. Ich kenne nun wirklich viele Frauen. Und habe viele in der Vergangenheit kennen gelernt. Aber noch niemals habe ich eine mit so unendlich viel Power erlebt. Als Beispiel soll nur der heutige Tag dienen.

Nachdem ich vergangene Nacht etwas schlecht geschlafen habe wurde ich heute morgen erst kurz nach 7:30 Uhr wach. Bis ich mich dann aus dem Bett bewegen konnte war es 8:00 Uhr. Unten angekommen, wir schlafen unter dem Dach, stand sie schon in der Küche und warf den Kaffeeautomaten an. Mit mehr oder weniger dicken Augen saß ich dann im Wohnzimmer und versuchte mich zu erinnern wer oder was ich bin.

Telefon: Masseurin krank. Also los, an den Computer um den 10:00 Uhr Termin absagen zu können. Wieder zurück zu meinem, schon etwas kalt gewordenem Kaffee. Barbara hat inzwischen "Kampfanzug" an. Sie will im Garten ein Loch buddeln. Einen superkleinen Teich einbuddeln. Mir geht durch den Kopf dass ich heute morgen unbedingt noch in die Staasstr. muß. Dort habe ich gestern abend die Gardinen abgenommen. Und die Gäste mögen es sicher nicht wenn die Nachbarschaft die Falten erkennen kann.

So ganz nebenbei sagt Barbara " Ich war schon in der Staass. Habe Gardinen aufgehängt. Und die Tasche mit frischer Wäsche für die Blombachstr. ist auch fertig. "

Also könnte ich ja glatt wieder ins Bett gehen. Aber doch nicht mit so einer Frau, einer Schwäbin!
" Wenn du jetzt runterfährst könntest du ja auch eben, ich hasse dieses mal eben , das mit dem Mineralwasser erledigen."
Sagt es und ist schon wieder draussen mit der Schaufel beschäftigt.

Zehn Minuten später, so im vorbeigehen kommt dann noch:
" Denk daran, wir wollten heute noch den Mitarbeiterordner durchgehen "

Auf dem Weg dann zur Dusche habe ich ihr gesagt: Zwanzig Jahre zu spät. Wer weiß was ich mit dieser Frau an meiner Seite erreicht hätte, hätte ich sie vor zwanzig Jahren getroffen. Sie ist mein Motor, mein Antrieb. Ich liebe sie - auch wenn ich manchmal denke - ne Schwäbin kann wohl garnicht anders als ständig etwas zu schaffen. Wie sagen die Schwaben von sich selbst?

Wir können fast alles - ausser Hochdeutsch.

Alles Liebe - Liebe Alles - und Barbara ganz besonders
Klaus

 

24.09.08

Tut mir sehr leid, aber Orrawan ist nicht mehr bei uns.
Die zu weite Fahrstrecke und eine private Veränderung zwangen sie sich eine neue Wirkungstätte zu suchen.
Sie möchte weiter Massagen geben, aber in der Nähe ihres Wohnortes Gelsenkirchen / Recklinghausen

Auch für uns kam diese Entscheidung etwas überraschend, aber natürlich auch verständlich.

alles Liebe - Liebe alles
Klaus Smets

 

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